Low Carb – Erste Erfahrungen

Hallo ihr Lieben,

Ich blicke auf eine über 30 jährige Erfahrungen mit Diäten und Jojo-Effekten zurück.

Ich hatte mir tatsächlich vorgenommen: „Jetzt reicht es mit den Diäten.“ Mein Mann und ich hatten wirklich keine Lust mehr. Ich glaub vor 2-3 Jahren haben wir also den jährlichen Versuch abzunehmen gestoppt.

Das Ende war – wir haben natürlich zugenommen. Wenn man dazu neigt und keine Kontrolle wahrt, dann passiert das. Wir haben richtig zugenommen. Aber trotzdem wollten wir keine Diät mehr machen.

Ein Kollege hat super Erfolg gehabt, in dem er nach 18 Uhr nichts mehr gegessen hat. Ansonsten hat er nichts an seiner Ernährung geändert. Bei ihm hat es geklappt – bei uns nicht.

Dann ist die Schwiegermutter in die Türkei geflogen. Ihre Schwester lebt seit 40+ Jahren dort. Diese Schwester hat super abgenommen. Also ist die Schwiegermutter mit einem Geheimtipp, und 5 Kilo in 4 Wochen weniger, nach Hause gekommen.

Der Geheimtipp, ist gar nicht so geheim. Low Carb. Und sie war so begeistert, dass sie uns gerade mit angesteckt hat.

Jetzt macht sie Low Carb wie es ihre Schwester ihr beigebracht hat: Kein Schwein, keine weissen Mehlprodukte, kein Zucker. Nur Vollkornbrot mit Frischkäse. Immer Gemüse in der Pfanne und Obst. Grob zusammen gefasst. Also recht streng finde ich.

Mir ist dann eingefallen, dass ich schon lange Heike – Schlank mit Verstand folge, und habe mich da mal genauer umgesehen. Kann ich empfehlen – ist toll als Anfänger.

Wir hatten ja schon mal Atkins ausprobiert – auch mit Erfolg – aber das kann man nicht lange durchhalten. Es ist einfach zu einseitig – da fehlt einem irgendwann der Ausgleich.

Aber Low Carb bietet einen tollen Ausgleich. Wir haben uns also an die Schwiegermutter gehängt, und mitgemacht.

Start war der 13.10.19. Allerdings machen wir es nicht so streng wie die Schwiegermutter. Wir essen also auch Käse und Wurst auf dem Brot. Das Brot ist entweder selbstgemachtes Dinkel (Hier ein einfaches Rezept), oder 100% Roggen vom Bäcker. Wir haben auch schon aus dem Discounter gekauft – geht auch. Und ich sage euch, Brot ist elementar. Seit Atkins wissen wir, wie wichtig es ist Brot essen zu können.

Mein Mann ist der Koch bei uns. Erst haben wir Mittags Brot gegessen und dann Abends warm. Das haben wir dann aber geändert. Jetzt gibt es Mittags warm, Abends Brot und Obst. Obst ist auch ganz wichtig – es ist nämlich eine schöne Belohnung, da es süss ist.

So jetzt schnell noch zu meinem Erfahrungen. 

Zuckerentzug: Ich hatte, zum Glück, keinerlei Probleme und mein Mann auch nicht – das schiebe ich mal auf das Obst. Das sollte man schon haben. Das ist so eine Art Belohnung. Schwer ist es mir nicht gefallen, das Süsse weg zu lassen. Das hat recht schnell funktioniert. Seit wir kein Zucker und keine weissen Mehlprodukte mehr essen, ist der Insulinspiegel stabil. Das bedeutet – kein Heisshunger auf Süsses. Wir haben noch Reste von Halloween – die liegen seit dem unbeachtet da. Auch die Lebkuchen interessieren mich nicht. Ich finde es vor allem jetzt zu Weihnachten toll, dass ich hier den Versuchungen nicht erliege. Es lässt mich total kalt. Ganz toll.

Interessant war ein Gefühl, dass ich letzt hatte. Es war ein richtig bescheidener Arbeitstag. Ein Tag an dem ich gerne Süsses gegessen hätte – zum Trost. Auf dem Heimweg sagte ich zu meinem Mann: „Ich würde gerne was Süsses essen, obwohl ich gar keine Lust drauf habe.“ Da sieht man – Süsses ist ein Trostspender für schlechte Tage – so ist es bei mir. Ich habe nichts gegessen, hatte ja keine Lust drauf. 

Verdauung: Die kommt ordentlich in Fahrt. Wir haben des öfteren mal Durchfall. Die Schwiegermutter meint, es sei das frische Gemüse (Wir nehmen auch oft Gefriergemüse). Also damit muss man rechnen. Ansonsten funktioniert das richtig gut. Keine Verstopfungen mehr – und ich sage euch…die Haufen sind echt riesig.

Kreislauf: Manchmal wird einem Schwindlig. Ich setze das mit dem Gewichtsverlust in Verbindung.

Kälte: Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass man etwas empfindlicher gegen Kälte ist. Denn in diesem Winter friere ich ziemlich, und das obwohl es noch Plus Temperaturen hat. Weiss jemand ob Kohlehydrate wärmen?

Zeitaufwand: Der Zeitaufwand ist natürlich gross. Doof ist es, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist und sich normaler weise eine Pizza in den Ofen geschoben hat – jetzt muss man noch kochen. Das nervt. Muss aber Routine werden. Da gibt es kein: „Ach ich hab heute keine Lust – Zeit für was schnelles.“

Hunger: Ganz wichtig. Man darf nicht hungern – sonst scheitert das ganze. Ich habe aber auch keinen immensen Hunger. Nicht mehr als vorher. Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass ich schneller Hunger bekomme – aber das hat sich jetzt eingependelt.

Snacks: Fernsehabende sind manchmal noch gefährlich. Keine Chips, kein Popcorn. Da habe ich meinen, ungenutzten Dörrautomaten herausgekramt und habe mit Gemüsechips herumexperimentiert. Geht – ist aber nicht soo toll. Aber ich habe Leinsamenkracker gefunden – die sind lecker. (HIER ein Video dazu).

Kosten: Ja – da braucht man sich nichts vormachen. Gesund leben ist teuer. Selbst wenn man nicht Bio kauft ist es teuer. Vergleich: 1 Kg Weizenmehl Typ 405, im Moment, 0,39€ und 1 Kg Dinkelmehl 1,29€. Obst und Gemüse ist auch teurer als Nudeln. Man muss wissen – es ist eine wesentliche Mehrbelastung. Das ist für eine kleine Brieftasche nicht so leicht. Man muss auch öfter einkaufen, da ja vieles frisch ist und leichter verdirbt.

Erfolg: Ja – er hat sich eingestellt. Am Anfang wiegt man sich noch jede Woche, um zu sehen ob etwas passiert. Das sollte man dann aber irgendwann lassen. Denn ein Stillstand, und der wird kommen, gefährdet jede Diät. Wir machen jetzt 5 Wochen mit und ich habe 4 Kg abgenommen, mein Mann etwa 3,5 Kg.

Fazit:

Eine Diät, die einen nicht hungern und auch noch die Lust auf Süsses verschwinden lässt – hier haben wir sie. Es ist teuer so zu leben, aber man fühlt sich besser. Das sollte es einem Wert sein sagen immer alle. Ja, sollte es – aber man verdient ja nicht mehr. Trotzdem werden wir es beibehalten. Schon alleine, weil wir uns gut fühlen. Ich vermisse nichts – noch nicht. Ab und zu werden wir auch mal einen Sündigungstag einlegen – zu Geburtstagen, oder auch an Weihnachten mal. Aber geplant ist, es durchzuhalten. Wichtig ist – nicht zu verbissen sein. Auf sein Gefühl hören und nicht zuviel lesen. Ich bleibe bei Heike – da steht was ich brauche. Zuviel lesen verwirrt nur.

Sollte noch etwas gravierendes geschehen, werde ich es euch mitteilen. Für unschlüssige habe ich vielleicht einen kleinen Einblick leisten können.

 

 

 

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